ICH - Rassist
’am ende der fahnenstange’ Reloaded
Roman
michaelkoehn
- 2016 -

jetzt als Roman mit neuem Cover und 207 Seiten unter :
 
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Betreiberhinweis
Michael Köhn
m.koehn(at)literatalibre.de
29456 Hitzacker
Text – Michael Köhn
Bild – Michael Köhn




’am ende der fahnenstange’
Romanarbeit 2
michaelkoehn
- 01.06.2016 -



Plot zu Roman 1
Zappa wird vom älteren Mitschüler Yussuf missbraucht, seit er elf Jahre alt ist. Die Eltern von Zappa erhalten dafür Schweigegeld von Machmut, dem Vater von Yussuf, dem unangreifbaren Paten von Berlin-Neukölln, - damit sein Sohn nicht als homosexuell bekannt wird und die Ehre der Familie beschmutzt. Doch der Missbrauch geht weiter - und von allen verlassen weiß Zappa sich nicht weiter zu helfen, bombt die Schule in die Luft. Yussuf und zig andere Schüler sterben. Zappa wird per Gerichtsbeschluss in die Psychiatrie eingewiesen. Neun Jahre später erhält er unter dem Vorwand Ausgang, seine durch Suizid verstorbenen Eltern auf dem Friedhof zu besuchen; in Wahrheit will er Rache für den Tod seiner Eltern - und sucht deshalb nach Machmut.


’am ende der fahnenstange’
Romanarbeit - Teil 2, Beginn 01. Juni 2016

Plot zu Roman 2
Zappa, jetzt Jimmi, erhält nach insgesamt 17 Jahren in der forensischen Psychiatrie Tagesfreigang auf Dauer. Doch Zappa ist nicht etwa geheilt, jedenfalls nicht von dem Wunsch Machmut zu töten, dem er nicht nur den Umstand seiner Haft verdankt. An dem er den Selbstmord seiner Eltern rächen will. Und darauf hat er sich all die Jahre vorbereitet. Also bitte.



Topp

Mit dem Alter und der Dauer des Hier sein verstärkt sich meine Traurigkeit wenn ich Bilder über Landschaften und Orte im Allgemeinen sehe, oder darüber lese - wo ich nie war. Und sicher auch nicht mehr hinkommen werde, als beim beschissenen Fernsehen, oder durch eine Zeitschrift, oder irgendein bekacktes Buch. Dabei verursachen meine Depris meist Berichte über blühende Landschaften, Natur aller Jahreszeiten und deren tierischen Bewohner ohne Zuckerzusatz.
Munk mault ungefragt dazwischen, dass meine Depris vom Tablettenentzug kommen; da sind Sie bei Weitem nicht der Einzige, Jimmi. Doch was weiß der Idiot schon über mich? NICHTS! Nicht mal, dass ich in echt Zappa heiße und so weiter, wozu Munk sagt der Name Jimmi diene meiner Anonymität, damit mich Machmut nicht findet, dabei suche ich doch den. Ach Munk - du Therapeuten- Doktor für Irre, du bist in Wahrheit doch nur ein kleiner Facharbeiteridiot und hast keine Ahnung was läuft, verdienst lediglich deine Kohle zum Leben, mit Typen wie mir.
Dabei müssen die Umstände nicht mal besonders schön sein, um meiner Traurigkeit Respekt zu zollen. Wie zum Beispiel der Zuckerhut in Rio. Dieses armselige- scheiß- Betonteil. Obwohl ich andererseits auch Zecken, Flöhe und Wanzen hasse, die auch in Brasilien und sonst wo vorkommen. Was ich von den mir bekannten Bäumen und Büschen, Seen und Flüssen, Gebirgen und Hügeln nicht sagen kann. Wären da nicht meine Depris um den Kack.
Doch ab jetzt geht es aufwärts, denn nach Tagen bangen Wartens hat mir heute Munk das positive Urteil der Fachkommission mitgeteilt: Freigänger! Ich kann also tagsüber die Anstalt verlassen und muss nur nachts anwesend sein. Warum nachts, kann ich mir nicht erklären. Denn was ich tags erledige, ist gleich dem was ich nachts erledigt würde und hat einen Namen, heißt immer noch Machmut und ist Pate von Berlin- Neukölln und Vater von Yussuf. Dem Kretin; Friede seinem Arsche. Und ich bin nun Freigänger, wie schon damals mal. Das mir einen Nachschlag von 7 Jahren Klapse einbrachte. So sind also schwuppdiwupp aus 10 Jahren Jugendstrafe 17 Jahre Klapper geworden. Und die sind nun rum. Kaum zu glauben. Wie auch das, dass Machmut immer noch the big Boss von Neukölln ist. Und sogar an Macht hinzugewonnen hat; irgendwelche Mongolen- Rocker lecken ihm jetzt die Eier. Meinetwegen, macht mir nichts aus. Ich kriege seine Glocken final zu fassen, geleckt oder nicht. Und das tagsüber, muss ich grinsen.
„Warum grinsen Sie?“
„Ich freue mich lediglich über Ihre positive Nachricht, Doktor Munk!“
„Stopp, Jimmi! Von mir hätten Sie keinen Freigang erhalten. Ich halte Sie nach wie vor für brandgefährlich!“
Igitt, das alte Schlangenmaul. Was der schon weiß. Da weiß ich 1.000 Mal mehr über ihn; doch ich werde mich hüten. Lasse mich nicht provozieren. Nein. So NICHT!
„Dann freut mich das Vertrauen des ehrwürdigen Konsortiums umso mehr!“
„Ja- ja, grinsen Sie nur...“ Sagt der.
„Mann – Munk!“


blick in den spiegel

Auf gehts: ’Back to the Basics’, Leute. Freunde. Eierkuchen. Virtual Reality! Doch als ich aus dem Ranch- Tor voll in die Sonne trete, fehlt mir zur vollen Realität Arno Schön, der Klatschreporter. Der in den Anfängen meiner damaligen Ausgänge mit gezückter Kamera auf mich gewartet hat. Das Teleobjektiv in seiner Hosentasche halte ich nach wie vor für eine Hammerharte- Erektion mit Halberguss, - weil er vor mir Angst hat. Und vielleicht deshalb heute fehlt; an diesem denkwürdigen Tag. Oder? - Ach - du weißt schon, Arno... Immerhin schwult er altbekannt in einschlägigen Klappen und auch im Kleist- Casino, wie ich hörte, höre und weiß. Wo er mir das allererste Mal unterkam. Anschauungsunterricht 12 Klasse: Besuch einer schwulen Schwulen- Kneipe. Huch. Ja. Vom Virus munkelte man schon damals. Dem tröpfelnden Harn auf dem Herrenklo. Vielleicht hat ihn aber der Heidemörder geholt, vor dem er ’öffentlich’ seine Angst bekundete. Sein Gejammer habe ich heute noch im Ohr. Dass ich allerdings für Duldung durch Aufforderung hielt. Tot beim Sex. Oder so. Mit anschließender Fressorgie der Innereien. Denn als ich den so genannten Heidemörder in anderer Sache in der Ranch traf, der hielt mich pikanter Weise für Doktor Munk (wegen der Ähnlichkeit, seufzte der lüstern), erzählte der mir beim Kurs ’Schrei deine Ängste in den Wald!’ von seinen abstrakten Wünschen. Und, dass ihm ein arisch- blonder Knabe wie Arno Schön gerade recht käme. Nun, inzwischen hat er allem Anschein nach den Löffel abgegeben und die Polizei ist ihm wegen der Heidemorde auf den Fersen. Ich könnte ja dazu was beisteuern, doch warum? Also nein! Ich wandere lieber die übrig gebliebene Anstaltsmauer Richtung U-Bahn (zu meinem Versteck) ab, um Geld und mein Rasiermesser zu holen. Denn unbewaffnet (ohne Kohle) in Berlin ist seit Jahren auch bei Tag ein ’No- Go’. Und mit erst. Mal im Ernst, Paul, ich bin nicht der einzige Irre auf den Strassen der Stadt. Und wenn man nicht Obacht gibt wohin man tritt, und ich meine nicht die Scheißhaufen der Hunde, haben einen die Sharia- Bullen- Polizei- Musel bei den Ohren. Schon im U-Bahnhof K. B. Nervenklinik spült sich dazu der Dreck des MV an. Gescheitertes Multi- Kulti hoch 3, da denkt man an Jahrhundert- Hochwasser, und ob das die Musel bedroht. Dazu Knoblauch- Turbane und Kopftücher ohne Ende. Ab und an auch eine geschlechtsreife Ziege ohne Fahrschein. Ein Schaf zwischen entmenschlichten Böcken, die ihn reinstecken wann und wo sie wie wollen. Und dazu pausenlos Leute mit und ohne allem anderen die eine Raute aus Gold auf der Stirn tragen. Das neue Symbol für ’Islam ist Frieden’. Da werde ich mit meinem von Hand geschnittenen Zorro- Z Probleme bekommen. Dazu klappe ich schon mal meinen Bartschneider aus, sollte mich einer der Eselficker grob anmachen warum ich als Dame unverschleiert bin; kleiner Scherz direkt in die Cyber- Brille. Grins. Nein, mich macht niemand ernsthaft an. 17 Jahre Kraftraum und finales Kick- Boxen in der Ranch zeichnen mein Erscheinungsbild. Ey, Paul, wenn du nur sehen könntest wie ich dabei grinse. Okay, wenn ich mir beim nächst besten Musel ein iPhone ge... borgt, ausgeliehen habe, bekommst du von mir ein Matrix- Bild mit meiner voll- Grinse beim Spagetti- Eis lecken. Versprochen, Bro!


U und Ei

Nach einem Bad im voll bekackten Flughafensee mit 1.000 anderen fetten Nackten, geht es auf der Route 6 satt Sex in den Menschenzoo Berlin- Neukölln.
Zunächst muss ich aber irgendwie zum Kutschi kommen: U-Bahn! Schließe ein im Baumschatten pennendes Rad mit Hilfe einer Entenfeder kurz, mit dem geilen Gedanken mich bis zur Mulistation trocken zu fahren. Doch nackter Pimmel scheint nicht In zu sein, denn die Leute glotzen erheblich als ich das Rad Minuten später an der Bushaltstelle parke und mich vor dem Eingang zum Clou in Schale werfe. Gut, den Edelweiß- Schlüpfer lasse ich weg, der scheint trotz Plastiksack feucht geworden zu sein; hängen die Glocken eben tiefer vor dem Seil. If I Tell U I Love U. Und bin schon mal gespannt, ob sich die Geschichte wiederholt, wie Munk meint und mit mir gewettet hat; denn dann können Sie was Gut machen. Als ob ich jemals was schlecht tat, ey. Nach Munk müsste ich also bei meiner Zeitreise Bimbo auf dem Bahnsteig treffen. Leicht erkennbar am 7 Jahre alten Zorro- Z auf der Stirn. - Und richtig. Bimbo wartet auf mich.
Ey, du müsstest eigentlich am U-Bahnhof Tegel warten, Motherfucker!
‘Du nix deutsch, Alta?', lästert der strange Nigger als wären die 7 Jahre nix - und steckt sich eine an, obwohl hier Rauchen verboten ist. Ey.
Der hat nichts gelernt, denke ich, typisch für Leute die hier nur Kohle abgreifen wollen. Zum Spaß frage ich ihn trotzdem, wie ich nach Neukölln komme. Und?
‘Du nix deutsch, Alta?', grinst der wieder (und wieder) und raucht auch weiter, obwohl hier Rauchen verboten ist, wie alle nun wissen.
‘Pass auf, du Plumssack, dass ich dir nicht deine lange Nille abschneide!' Doch dann lasse ich das, weil ich den Zug kommen höre -, vergrößere ihm stattdessen in bester Pulpfictionmanier mit zwei raschen Schnitten meines Edel- Rasierers beide Nasenlöcher, wie schon vor 7 Jahren.
‘Steht dir besser als jemals zuvor, das Teil', sage ich, als er sich die blutende Gurke hält und vor Schmerzen schreit, ‘und besser Luft bekommst du jetzt auch.' Doch der hört nicht, kreischt wie irre, weint, rotzt Blut. - Ey, Mann -, das ist ja echt ein Tier!
‘Du, hör mal - Fotze, lass das Jaulen -, dein schleimiger Schwanz ist ja noch dran...', berate ich die Memme durch die offene Wagontür, - bis zum Glück für ihn mein Zug abfährt, denn sonst wäre ich noch mal raus und hätte ihm zusätzlich mein persönliches Zorro- Z quer über die Stirn gezwiebelt. Und - klar, Alter, - der ist längst nicht mehr der einzige Kanake, der somit von mir verschönt im Großraum Berlin damit rumeiert; frag mal den Friedhofsluden und seine tausend beschissenen Brüder. Ah. Kacke, Sir, die Story auf dem Friedhof kommt ja erst noch; war übrigens die Lieblingsstelle von Arno. Schön. Wo der nur hin ist? Wisse, Typ: I Love You More Than You'll Ever Know, hängt mir Beth Hart im Ohr. Ey. Hab im trouble mit Motherfucker fast nicht bemerkt wie das Soundteil zu mir rübergewachsen ist. Geil. Thanks Mohrchen. Schokokuss.
’Mann, Zorro - immer noch derselbe Rassist!’ legt sich Arno Schön fett über die Mucke von Beth, die eben mit Life I’d Raser Go Blind durchstartet.
Komm schon. Mach dich vom Acker, Arno. Ein Typ, der sogar die Roma, Sinti und Rumba aus Dingsland ins Herz geschlossen hat, die auf den voll abgewichsten Kunststoff- Sitzen anscheinend die Beute von Karstadt- Tegel sichten. Sinner’s Prayer, singt Beth. Und ich will mal nicht so sein, sonst hängt mir das Flennen der Schmuddelgruppe noch bis Neukölln in den Ohren. Doch dann matschen die mir die Kelly- Familie auf die Lauscher und schicken ihre Gören mit einem Kaffeebecher auf Money- Fahrt durch den blauen Salon. Also springe ich Ecke Seestraße aus der Bahn und verschnappe mich an einer Curry- Bude.
Mit oder ohne Darm, kommt die Frage der Fragen.
Und -, Joe? - Wonach sehe ich aus?
Lass hören, sagt sie.
Fruit, Baby. Gröle ich - und alle haben Odem, nur der Mensch hat nicht mehr als das Vieh; Hiob, 4tes Buch. Oder so. Und somit bin ich der unschuldige Punkt, der die Curry mit Darm frisst. Dafür Extra- Scharf, mit Zwiebeln. Rot. Und dazu brüllt die Meute. Kippt Biere. Raucht. Blättert in Zeitungen und zieht über Frauen her. Hände in den Hosentaschen, beim Billard. Während die Anzahl der Voll- Vermummten beängstigende Ausmaße annimmt. Echt! Pinguine im Dutzend. Watscheln mit vollen Einkaufskörben. Vorweg deren Patriarchen in Schlabber- Hemd- Hose. Was weiß ich. Klar, die Strafe hat seine Ordnung. Alle Rechte vorbehalten. Nur ich kann nicht, denkt er. Und, dass es nächstes Jahr wegen der Erderwärmung noch kälter wird, wenn er nichts dagegen unternimmt. Doch – doch, passt schon, deswegen bin ich doch hier. Was? Du frisst Curry mit, sagt Gott, trinkst Bier, rauchst, - dass bist du! Nicht mehr! Scheiße aber auch, denkt er, der Alte hat Recht; - aber WIE der Recht hat. Also stürmt er los - ohne zu bezahlen. Vergelt es Gott, Bruder. - Ey. Lass dich hier nie wieder sehen, du elender Penner! Doch da hat die Tür der U6 sich schon unauflösbar festgezogen und der Karren rattert mit langer Nase ab. Einsamkeit im Tunnel. Wären nicht die zahlreichen Kinder in schweinchenrosa, die sich wie irre um die Haltstangen drehen. Tarkan, Kiss- Kiss. Ihre mageren Ärsche in der Luft. So We Meet Again. Die gierigen Blicke der Schnauzen und Vollbärte auf minderjährige Jungfrauen an Massenhochzeit in der nahen Moschee. Endstation. Deutsche Goldmark 2tausend und. Cafe bleu. Zum Mokka. Wenn bloß ihre Augen nicht währen. Der schwarze Mittwoch im Punkt. Die Zeit im festen Haus der Irrenanstalt. Man könnte beschwingt darüber hinwegsehen. Doch so. So nicht. And I The One. Oder was es im Jetzt noch dazu zu sagen gibt. Denn es geht nicht zurück; ne pas passe. Wenigstens zur Hälfte. Kann ich wieder Ich sein. Herzlichen Dank.


too late

Der Thrill kommt, als ich an Bieberkopf denke. Der hier an der Straßenbahn- Haltestelle der 41 stand. Damals fuhr die noch. Jetzt wieder. Wie ich. Nur unterirdisch. U-6. Wo mir und dir (wärst du denn hier) nahe dem Klo Dealer laufend den Beck- Drogen- Cocktail anbieten. Genannt Volkers schwule Nudel. 2 Drittel Meth mit einem Drittel Meth aufgeputzt.
Was soll der Scheiß?
Da steht dir die Pfeife tagelang, sagt Dealer.
Will ich aber nicht.
Was willst du denn dann?
U- Bahn fahren.
Sag das doch gleich, du Scheiß- Typ.
Ey. Vorsicht!
Doch der bescheuerte Ohrenabkauer verpisst sich erst als ich ihm - wie Bruce Lee seinerzeit - im Tigersprung mit dem Rasierer die versiffte Backpacker- Scheiße in Teile fetze.
Mann! - Bist du irre? Womit er die Sache trifft. Meine ich. Wozu ich ihm sage, dass das bisschen Blut aus der Schulter ihn nicht gleich umbringen wird; was für’n Pisser aber auch.
Ey. Mann, ich mach sie alle weg, ich kann die Brut nicht mehr sehen.
Am Leopoldplatz schalte ich den Turbo - nicht nur wegen der Bettler- Brut, den obdachlosen Zeitungsverkäufern, nervenden Musikern und versifften Knoblauch- Schleiereulen – voll auf Biege Richtung Osloer, zur U-8, um mit dem Teil auf Bieberkopfs- Spuren kommod zum Alex zu kommen. Irrtum, Alter. Auch hier fett Irre satt.
Mann, sagt Munk, das hätten Sie direkt ab Wittenau einfacher haben können.
Stimmt, Doktor, dann wäre mir aber der beschissene Flughafensee entgangen.
Okay, man kann nicht alles haben.

Eine tote Sonne scheint feucht umrandet am Alex.  Eine feuchte Sonne scheint tot umrandet am Alex. Die nach Pinkel- Gelb aussieht. Kack- Braun. Wie im Sandsturm. Irgendwo hinterm Fernsehturm. Doch so eine Schmore macht’s nicht besser. Macht nur anders. Weil’s nämlich dazu nicht Saft- Rote- Kacke regnet. Sondern dunkel ist. Wolken treiben. Schwarze Angst ist. Schiefe Nase. Blaue Augen. Wunder Hintern. Penis mit Bisswunden. Blut. Hammerhaie. Im Goldfischbecken. Damals. Wo er im Kraftfeld der Sonne auf dem Boden lag. Jung. Schwach. In der Verwandlung von Wärme in Kälte. In Wut. Hass. Versaut mit Körperflüssigkeiten. Klebrigem Sperma. Innen. Außen. Von Yussuf. Machmut. Und. Er sich am Boden festhalten musste, um nicht von der Erde in rot- weiße Kotze zu fallen, in Lava zu verbrennen. Übel. Wenn er daran denkt. - Herrgott im Himmel. Der genau in dem Moment ein riesiges Flugzeug in den Fernsehturm krachen lässt. Ah, wie tut das gut... Wenn die Schwingungen nachlassen. Meine Induktionswellen fließen. Alles zur Auflösung kommt. Import, Export. Gedanken. Ideen. Momente. Und er in Trümmern, Staub und schreiend flüchtenden Menschen liegen bleiben kann. Einfach so. Als wäre nichts. Und es ist nichts. Nur die Musel haben ab nun einige Probleme mehr. Ich. Mich. Du. Er. Gottes Sohn. Und Adam und Eva. Und es wird. Was muss. Es ist die Zeit. Was sind dagegen 17 Jahre Klapse. Fragezeichen?


murder in the first

Kaum in die U-8 eingeloggt (’...nächste Station SCHEIß DIE WAND AN!’) läuft das Teil ab, rennt auf dem Ticker an der Zwischen- Polsterung der ratternden Karre eine Nachricht, dass am Flughafensee- Tegel ein Unbekannter einen Mann erschossen habe, der vor einer johlenden Menge von Fremdländern einen Jungen missbraucht habe. Statt dem schreienden Bengel zu helfen, berichteten Zeugen, hätten die Fremdländer in unbekannter Sprache onaniert und den Mann bei seinen Handlungen mit Gestik angefeuert. Der nackte Schütze sei nach dem Schuss mit der Pistole in der Hand und einer Feder im Arsch (-Haar, piekt immer noch wie Sau) auf einem Fahrrad geflüchtet, das später am Kurt- Schumacher- Platz vor dem U-Bahneingang gefunden wurde. Ja, - stimmt, berichten life- Zeugen am Kutschi, einen nackten Mann haben sie gesehen, der sich vor dem Clou angezogen habe und dann... Was? Näher beschreiben? - Dazu sagten die befragten Frauen etwas über dessen monströsen Penis aus, den die befragten Männer für eher durchschnittlich hielten. Gut. Oder nicht. Denn inzwischen ist zudem bekannt geworden, dass der Vergewaltiger des Jungen aus einer der Groß- Familien aus Syrien stamme und der jüngste Bruder vom Boss der Bosse, Machmut, sei. Vom Einsturz des Fernsehspargels wurde nichts gemeldet. Eigentlich schade. Basic: Antworte nie jemanden mit irgendeinem verfickten Trollnamen, - es könnte deiner sein. Gröl.
Gestern maulten vor seinem Fenster in der Ranch übrigens 2 Waschbären - und rochen nach Öl. In der Klapperkarre hier sehen die Typen alle nach Öl riechend aus. - Ey. – Mann. Mach mich nicht krank, denke ich, als sich einer der U- 30 Zombies aus einem Kanister mit Sprit bedient, über den Schädel schüttet und anzündet. Zum Glück kümmert es niemanden. Und ich kann an der nächsten Station ohne von der Bullerei belästigt zu werden aussteigen. Scheiße - Never End. Denn sogar der Dampf der Raucher lebt weiter. Auch als Sekunden später der U-Bahnwagen explodiert und es zwischen den roten Mauern altes Laub regnet. Egal wie. Irgendwo sitzt einer der Penner dazwischen und füttert mit schimmeligen Brotkrumen Tauben zu Tode. Und zack, die Luft- Ratten fallen um wie Pins beim Bowlen. Mista Irgendwo sammelt das tätowierte Viehzeug ein, stopft es in eine Tüte, rotzt rein und wirft den Packen in den Teltow- Kanal. Optimist, denke ich. Greife den irgendwo (- Typen) an den Füßen und hieve ihn über die Brüstung der Tüte hinterher. Komisch, der Aufprall klatscht leiser als die Tauben, - der Scheiß- Kanal scheint noch gefroren zu sein.
Ey. Auf Verrat steht der Tod!
Mann. Gelassen sein ist einfach. Rufe ich mir zu. Und schon gibt der Zugführer Gas. Und wer nicht schon sitzt, sitzt jetzt. Stöhnt. Oder so.
Junge, gib Ruhe, ich habe Lärm genug.
Liebe geht durch den Magen, du Fotze!
Und siehe da, wieder bin ich nicht einen einzigen Schritt weiter. Traumhaft. Echt.
Leben geht auch ohne Hände, antworte ich dem Typen.
Der glotzt - und schließ die vordere Heckklappe.
Sauber, Alter. Erfolg muss man nämlich sorgfältig planen. Motivation. Strategie. Mentale Stärke.
Doch was bringt das einem Lutscher wie dir, der bereits horizontal liegt? Ratschlag: Wenn das Wasser kommt, vermeiden Sie jede Art von Senke!


Price On Request

Das Handy zappelt: Denken Sie daran, Jimmi, warnt mich Munk mit väterlich warmer Stimme, was Sie damals am Herrmannplatz erwartete!
Und?
Es ist schlimmer geworden!
Da stehen Sie aber konträr zu den ultra- linken Grünen von SPD und CDU. - Gibt es eigentlich die mittel- versiffte FDP noch?
Was Sie nicht sagen...
Der arme, alte Sack, denke ich. Und denke nicht zu tun was er will, dass ich denken soll; wo bliebe denn sonst die Überraschung. Aber mal ehrlich, sehe ich Minuten später, geändert hat sich auf den ersten Blick überhaupt nichts. Kein deutscher Berliner zu sehen, und Multikulti zwischen den 1,6 Milliarden Neuköllner Museln und dem Rest der Welt ist immer noch gescheitert. Einzig Frau Heisig ist gestorben. Die einzige Jugendrichterin mit Ideen. Ermordet vom renitenten Club der Scharia- Befürworter. Ich las seinerzeit darüber in der Zeitung. Und erstaunlicher Weise fällt mich der Kotz- Kaspar on the Place erneut an; Musel- Galerie Hermannstraße:
Na, alles im Lack, Alter? Kommt mein Last- Minute Angebot. Doch nichts, die Rumpftruppe der Nacht- Hemd- Träger schweigt sich aus. Mann, echt, - in bevorzugter Hanglage leben und auf höfliche Fragen nichts sagen, so Typen mag ich Minus. Sag ich auch dem Grufti der Truppe, - deine Antwort und die deiner Alt- Mulis speicher ich alle ab! - Weißt du Bescheid! Und krame den Zettel mit der Mieterhöhung raus. Unterschreib mal hier am Kreuz!
Wieso? Kaut sich der Opa einen ab.
Wir haben modernisiert, Vadda.
Kommst du von Machmut?
Von wem denn sonst. Oder gibt es unter euch Kameltreibern noch einen, dem Neukölln gehört?
Nein, stammelt der Alte, Machmut ist groß. Machmut ist der Größte!
Dann sag mir, wo ich ihn jetzt treffen kann.
Warum?
Ich muss ihm das Geld bringen!
Was für Geld?
Na deine Kohle, du sieche Kreatur. - Mann. Was für eine traumhafte Idee, schlage ich mir gedanklich auf die Schulter.
Und dein Name?
Zappa!
DER Zappa?
Genau DER! Und genau dieser, mein Name, streicht sofort die Neuköllner- Kacke in pures Gold. Kaum zu glauben. Denn der Alte springt auf wie vom Esel gestochen, brüllt unverständliches Zeug und wetzt ins Haus. Als ich nachsehe, liegt der Typ auf einem bunten Abtreter im Flur und betet. Ich höre Munk warnend sagen, tun Sie nichts, was Sie im Kopf nicht aushalten! – Ey. Irgendwie scheint was hier geschieht Teil meiner Therapie zu sein, was? Nein. Ich nenne es Drama, sagt Munk. Und hat fertig. Wie ich am Wiener- Walzer- Klick- Klack seines H 10-76 XL David- Clark- Head- Sets höre. Doch es kümmert mich nicht. Ich habe mit der Betriebskosten- Abrechnung 2016 in Sachen ’Machmut’ zu tun. Denn da hingehend ist Munk so was von peinlich = penibel. Merke, Munk: Eine Kopie ist die simpelste Form von Anerkennung. Andere sparen hinter den Wänden; - der ist auch gut, oder?


es sei dahingestellt ob es befruchtend ist immer wieder in die eigene scheiße zu treten

Und? - Wo steckt er?
Heute ist Sozi- Tag, rutscht der Kaffer auf Knien näher, da kassiert Machmut von der Sippe seine Millionen.
Seine?
Alles was die turk- Nigger an Kohle abholen gehört ihm.
Und du?
Ich bin Kurde. - Soll ich dir mein Herz zeigen?
Nein.
Es würde sich aber lohnen, denn es sieht übel aus.
Wenn es soweit ist, werde ich an dich denken.
Komm auf einen Kuss, Bruder.
Später vielleicht.
Der Gute bleibt vor mir hocken und ich glaube, er hat einen Nervenblock. Oder kompostierten Rücken. Wie Hannilein im Kleid seiner Mutter, dieser den Jesu- Weg wandernde Komiker. Einfach zum Brüllen schön.
Wenn man ein Trauma erlitten hat wie Sie, Jimmi, höre ich Munk, wird nichts mehr wie es mal war. Egal was Sie tun.
Aber es versuchen wird man doch mal dürfen.
Doch darauf sagt der nichts. Weil nichts zu sagen die bessere Lösung ist. Wo an der Wand ein Kreuz gesprüht klebt. Ein Hakenkreuz. Und irgendwas über die PKK. Mit AK 47. Und ich denke, dass die sich im Gespräch befinden. Ein Dialog eventuell, warum das Klo an der Ecke gesperrt ist und ich gezwungen bin in den Hausflur der Nummer 123A zu pinkeln. Wo ’Kilroy Was Here’ steht. Kräftemessen. Wäre ich wie der, würde ich Gott fürchten. Zum Glück bin ich wegen Machmut gottlos; auch so eine Luftnummer. Aber immerhin noch Mensch, der der Stille vertraut. Wer weiß, wie lange noch. Denn in 2 Tagen ist Jogi- Anpfiff. Dann geht der Krach erst richtig los. Tagsüber Fußball bis in den Abend. Nachts fressen die Musel, was sie zu fassen bekommen. Ihre Schmatzgeräusche in einer Abstufung von Graublau zu fett Grau sind legendär. Was mich zur Kasse aller Träume hin zum Kotti treibt. Wo ich tatsächlich Machmuts Sammlerstück vor dem Sozialamt sehe. Adenauer- Mercedes. Kindergeld- Kasse.
Als ich mal in einer ähnlichen Misere war, kurz nachdem der erste PC auf meinem Tisch stand, trieb ich mich über AOL in irgendeinem Fick- Forum rum. Klar. Gepöbelt wurde dort ohne Unterlass. Und ich, jung und voller Feuer, ließ mich darauf ein. Das ging soweit, dass ich Munk um Tagesurlaub bitten musste um einem Typen der sich hinter einem wahnwitzigen Pseudonym sicher glaubte, einen Hausbesuch abzustatten - und ihm die Zähne weißte. Fazit: Einmal Angel immer Angel.
Den Bock und die Kutte habe ich deswegen in einem Koffer auf dem Boden unter dem alten Bett in der Garage; bevor du jetzt unnütz mit Suchen anfängst. Und, dass so lange ich mir nicht sicher bin ob es so bleibt wie jetzt - und wie es weitergeht. Anders wird. Immerhin, mit Widersprüchen kann ich inzwischen umgehen. Zu 39%, sagt Munk. Sagte ich schon, Herr Doktor Munk. Das Leben stählt. Egal wo, wann, wie, wen. Und genau aus dieser Einsicht heraus kommt der als Türke verkleidete Kurde diesmal auch davon.
Hast du ne Tochter, hau ich den an.
Ja. Die ist 17!
Her damit!
Die wohnt bei Machmut...
Und?
Der hat sie vor 3 Jahren geheiratet.
Mit 14?
Ja. Der Prophet hat schon...
Ich weiß – mit der Scheiße kannst du mich aber zufrieden lassen, immerhin sind wir hier in Deutschland.
Wenn du das glaubst.
Ich weiß es.
Und nun?

09. juni 16 michaelkoehn



'am ende der fahnenstange'
(Romanarbeit 1 -  2013)


Zuvor:
Zart besaitete Gemüter sollten den Text NICHT lesen denn
1. sind Teile der Rechtschreibung dem ’psychisch gestörten’ Protagonisten geschuldet.
2. geht es um einen Amok laufenden ’deutschen’ Schüler, dessen Tat im Migrantenumfeld (Berlin-Neukölln) begründet liegt.
3. wurde mir bereits schon angedroht mich wegen Volksverhetzung vor Gericht zu stellen. (Der Autor gehört wegen Volksverhetzung vor Gericht --> Opinio vom 12.10.2009)

Zu meiner Person:
Ich bin kein Rechtsradikaler, noch stehe ich rechtsradikaler Gesinnung nahe. Ich schreibe über Nischen/Themen wie z. B. hier ’am ende der fahnenstange’.
In ’Sonne an Halbmond’ z. B. schildere ich zwei Liebende im Schatten der Kulturen.
In ’Horrors Einsamkeit’ persifliere ich die Dekadenz heutiger Zeit in Bezug auf Ellis ’American Psycho’.
In zwei anderen Romanarbeiten geht es um die Verflechtungen von Konzern/en und Sekte/n.

Michael Köhn
2011


Romanbeschreibung:
Zappa wird vom älteren Mitschüler Yussuf missbraucht, seit er elf Jahre alt ist.
Die Eltern von Zappa erhalten dafür Schweigegeld von Machmut, dem Vater von Yussuf, dem unangreifbaren Paten von Berlin-Neukölln, - damit sein Sohn nicht als homosexuell bekannt wird und die Ehre der Familie beschmutzt. Doch der Missbrauch geht weiter - und von allen verlassen weiß Zappa sich nicht weiter zu helfen, bombt die Schule in die Luft. Yussuf und zig andere Schüler sterben. Zappa wird per Gerichtsbeschluss in die Psychiatrie eingewiesen. Neun Jahre später erhält er unter dem Vorwand Ausgang, seine durch Suizid verstorbenen Eltern auf dem Friedhof zu besuchen; in Wahrheit will er Rache für den Tod seiner Eltern - und sucht deshalb nach Machmut.


'am ende der fahnenstange'
Roman Teil 1 = http://www.literatalibre.de/3.html
Autor: Michael Köhn


Tagebuch Amok Eintrag 1. - wo liegt das kaff Winnenden

Ob ich stimmen höre - fragt man mich.
Warum stimmen - ich bin auch so vorbereitet.
Obwohl - manche gehen mir mächtig auf den sack.
Und es ist nicht die tonhöhe - sondern was sie sagen und wie.
Ich bin ein warnsignal - sagt zum beispiel eine.
So - so.
Die gesellschaft - sagt die nächste.
Ich dein umstand.
Meiner?
Suizid - ich - drängelt eine sich vor. Und die hat ein paar titten - direkt zum schwach werden.
Hallo du ich komme aus der columbine high school in littleton.
Ey, voll krass - amok persönlich.
Ja du bist gut unterrichtet.
Ey ich habe das buch über dich gelesen - sage ich dem.
Und - bin ich ein gutes beispiel?
Klar!
Hier - ich bin deine waffe sagt die beretta - ich lag bei deinem vater unter dem kopfkissen.
Du hast wohl mit dem alten gevögelt was - frage ich als ich sie in der hand halte.
Früher mal jetzt nicht mehr - sagt die - ich gehöre ab nun zu dir.
Ein gutes gefühl - sage ich - wenn man sich auf jemanden verlassen kann.
Auf mich kannst du - sagt beretta - nimm nur genügend munition mit.
Für die zig pauker was - sage ich - doch woher weißt du das.
...ich habe dich nachts weinen gehört.
Ey das ist voll peinlich - sage ich - wärst du ein typ würde ich dich in diesem augenblick shooten.
Ich weiß - sagt beretta - doch ohne mich bist du nichts.
Ich habe noch das m16 - vergiss das nicht.
Viel zu unhandlich - du willst doch so dicht wie möglich an die ran.
Stimmt - sage ich - ihre augen sehen wenn die brechen.
Na siehst du - ich doch auch.
Mich kannst du aber gegen die bullen brauchen - meldet sich das m16.
Du meinst wenn die schweine gegen die penne vorrücken?
Genau - ich treffe auf jede entfernung wenn ich will - zwischen die augen.
Du hast recht.
Nimm mich bitte auch mit - sagen die halbhohen schnürschuhe.
Ok - sage ich - und die tarnhose am besten auch was?
Aber klar - sagt die jacke - nimm den kompletten anzug - du wirst unsere menge an taschen brauchen. Und mich - meldet sich das nachtsichtgerät - mein infrarot wenn’s dunkel wird - also schraub mich schon mal drauf.
Du solltest auch an mich denken - gibt der rucksack laut - ich bin vielseitig verwendbar.
Aber nimm dir vor allem zeit - meldet sich die zeit - alles will geplant sein.
Ich bin ein meister im planen - beruhige ich.

*
Nach neun Jahren Klapse laufe ich mal wieder durch den Kiez.
Früher wohnte ich hier. Berlin-Neukölln. Doch Heimatgefühl is nich, dazu ist zu viel passiert..., und ich bin auch nur da, um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen - wie zum Beispiel Machmut, - doch das später, denn vor allem will ich Mutter und Vater auf dem Friedhof besuchen. ...
Blumen?
Blumen habe ich nicht. Nur meine Erinnerungen. Außerdem, was sollen Tote mit Blumen?


Tagebuch Amok Eintrag 2. - wie alles begann

Morgen wird vom gericht über ihren weiteren aufenthalt entschieden.
... ich möchte aber hier bleiben.
Ihre großeltern haben aber einen antrag gestellt.
... ich möchte aber hier bleiben.
Weswegen - lieben sie ihre großeltern nicht?
Nicht so wie mich.
Können sie das erklären.
Nein.
Und wie ist das verhältnis zu ihrem vater.
Ich habe keins.
Und zu ihrer mutter.
Ich habe keine.
Und wie war es als ihre mutter noch lebte?
Sie lebte nie - vater hat es nicht zugelassen.
Können sie mir darüber mehr sagen.
Es gibt nichts darüber zu sagen.
Nicht mal über ihre mutter.
Doch - an ihrem grab steht eine eiche.
Welche bedeutung hat dieser baum für sie.
Keine - vater hat den gepflanzt - fragen sie den.
Ihr vater hat sie auch zum schützenverein mitgenommen.
Hat er.
Und?
Es roch dort schlecht.
Und das schießen.
War ok.
Haben sie gerne geschossen.
Nur am pc.
Killerspiele?
Auf moorhühner.
Nie auf andere ...
Auf die nur im traum.
Können sie sich an einen traum erinnern.
Wenn ich will.
Und wann haben sie zuletzt was in dieser richtung geträumt.
Eben.
Eben?
Eben.
Aber wir sitzen doch real hier.
Was ist real?

*
Auch klar, ich hätte mit der U-Bahn direkt bis vor den Gottesacker fahren können. Wollte ich aber nicht. Wollte zu Fuß. Frei lebende Kanakster sehen. Fuhr deswegen bis Hermannplatz, dann raus. Ab da die Motherfucker runter bis Ecke Leinestraße. Und dann, Mann, auf der Meile, - da kommt Luft in die Lunge, dass einem der Sack bläht wie im Hurrikan. Dazu Knoblauchgestank. Zwiebelodem. Döner pur. Darauf die knalligen Fürze von den zu Dutzenden vor den baufälligen Häusern
hockenden Migranten, - wie man die Nation Soziempfänger politisch korrekt nennt. Und Schmeißfliegen ...

‘He, alles im Lack, Alter?'
Einige von denen lassen die Dominosteine fallen, als ich frage, lüpfen ihre Hintern und drücken sich so mächtig einen ab, dass ihnen vor Anstrengung die Glubschen aus dem Kopf zu platzen scheinen. Purer Basedow. Diese Sackratten! Andererseits: Sie mögen mich - denke ich, und wollen es mir auf ihre primitive Art zeigen ... Und ob du es glaubst oder nicht, alle paar Meter immer noch die dämliche Anmache: ‘He, Alta -, Ascheloche, alte Scheiße, du, gib Handy -, du, - gib Kohle -, gib die Jacke, Alta -, bück dich, du, damit ich dich ficken kann, du scheiß Tunte. Und das alles in Kanaksprak, als wenn über vierzig Jahre Multi Kulti kalte Kacke sind.


Tagebuch Amok Eintrag 3. - zielübungen

Input basic.
Führt zu einer irren hitze im schädel.
Ich renne deshalb im Winkel auf 90° in die parameter.
Gleich der gestank von verschmorter haut in der luft.
Regele also die konsole auf 70 runter.
Sample die ränder ins bickfeld.
Zoome die statusanzeige.
Lasse den high player sauertstoff raunzen.
Schiebe die vorhandenen hundert lebenspunkte voll rein.
Blende alle umwelteinflüsse aus.
Nagele den hangover auf drive
Zocke die medial-kits ab.
Gebe ein call of duty.
Regeneriere den upper - tille den cut-browser - kille blacky über shooter.
Schiebe den in die rechte und baller die lebenden blechbüchsen ab.
Das fünfte mal heute schon - ey.
Und immer voll interaktiv aufs fadenkreuz das blut.
Du blödian - nimm die waffe höher - höre ich vater schimpfen - du gammelst einen
nach dem anderen ins holz!
Scheiß schützenverein - ich möchte frei sein - denke ich - frei...
Feuer weiter einen nach dem anderen in die gedärme dieser idiotischen
schießstand hütte.
My life before.
Der ausstoß reißt mir fast den arm weg.
Output kreativ meldet das system.
Hör sofort damit auf - wütet vater.
Sofort!
Over and out rattert basic.

*
Ey, - wie ich das alles hasse ... immer wieder ... Und um die Loser zu kuschen, zeige ich denen meine Kanone - aus Anstaltsseife gemacht. Handarbeit, das Teil. Echt! Was, glaubst du nicht? Ey, was meinst du, was man aus Seife, Zahnpasta und Schuhcreme alles so machen kann, wenn man Zeit hat ...
Also zeige ich den Rotzern den Ballerer und empfehle: verpiss dich, Ziegenfick, und quatsch mir keine Klinke an die Titte, sonst blase ich dir die Birne weg und du schimmelst schneller als du denken kannst neben deinen Artgenossen.

’Echt, ich sag’s dir, es liegt nicht nur an der Kanone, - es ist der Geruch von Verwesung und Tod an mir. Dieser obergeile Klapsengestank!' Und es ist tatsächlich so, dass diese Kretins es riechen können. Ehrlich -, das hängt denen in den Genen, so wie die Eselsmist und Kamelscheiße nie aus den Haaren bekommen, - da können die waschen wen wann und wie die wollen... Und echt, gerade die hier in Neukölln sind in der Evolution noch gar nicht angekommen - und das mit oder ohne
Wesenstest vom Tierschutzverein - von wegen Integration, ozialisierung, - assimilierter Dünnpfiff ist das alles hier. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede.

Und dann - voll die Scheiße -, denn auf dem St. Thomas Friedhof habe ich eine Stunde oder so zu tun um überhaupt das Grab meiner Eltern zu finden. Zwei- dreimal falle ich auf die Fresse, stolpere über umgeworfene Grabkreuze und abgestürzte Engel die in den letzten Zügen liegen, fasse, beim umhereiern im Schrott, in frische Graffitis irdischer Spraykünstler. Muss durch die Säure in dieser Farbpisse unendlich husten - und versaue mir prompt die Hose mit Farbe, die rasend schnell von der
kotzigen Farblake zerfressen wird, wie ich sehen kann. Schließlich trete ich noch voll in einen Haufen Kacke. Es reicht schon wieder!

Mit Glück find ich dann in einem Zelt aus Aldiplaste und Zweigen einen
Friedhofsarbeiter, der ne Tüte raucht und offensichtlich menschliche Knochen sortiert, - der so was wie deutsch spricht. Dieser Typ, ein Affe - etwa in meinem Alter, so eins sechzig groß, mit einem ansehnlichen Morbus Scheuermann, einer mächtigen Nase im Gesicht, drunter ein buschiger Bart, spielt, als ich ihn anspreche, doppelte Buchführung durch die Hosentasche -, ich höre förmlich seine Betoneier klickern, obwohl bis Osten noch weit hin ist. Doch immerhin kann er mich mit Gesten und seinem simplen Gestammel auf den rechten Weg bringen. Und das kann nicht jeder von sich sagen.
... ich denke also freundlich über ihn -, denke: - Alter, da hast du aber Glück gehabt - damals - bist davon gekommen. Und ich hoffe, du lobst dafür fünf sechs Mal am Tag Allah und reißt deinen verwarzten Arsch in den Himmel, wie es sich gehört, dafür nämlich, dass du überhaupt so alt werden durftest, wie du jetzt aussiehst ...

Und wirklich, gutmütig wie ich bin, lasse ich ihn mit dem Zorrozett auf der Stirn überleben - obwohl die Situation günstig wie selten und ich schließlich deshalb nach Neukölln..., und mein Messer mich auch belatschern will weiter zu machen und ihm zumindest die Klöten.
’Ach, glaub mir - was mich echt stört, auch bei dem hier, dass all diese Idioten auf meine Handschuhe gaffen, statt in meine Fresse, wenn es schon sein muss. Sind Handschuhe an warmen Tagen was besonderes?'


Tagebuch Amok Eintrag 4. - time later

Wir haben beweise in ihrem notebook gefunden.
Echt?
Sie spielen doome.
Ist ein ego shooter.
Und wenn sie verlieren denken sie dann an suizid?
Nicht immer.
Erklären sie es uns.
Nein.
Warum nicht?
Ich habe meine elementarstimme verloren.
Du da - höre ich die synapsen rasen - sag ihnen nur nichts über deinen plan -
über die art deiner bewaffnung - und kein wort über uns deine stimmen - die von gott gesandten.
Ok.
Und nichts über mich - sagt das butterfly-messer - schärft mir der schlagring ein - nichts über mich - befiehlt mir die angst vor bestrafung durch all diese dinge.
Sag ja nichts über deine welt - brodelt tief in mir das leben - sonst werde ich mich dir auf der stelle entziehen.
Mach es bitte bitte nicht - sage ich - mir ist schon beim gedanken an die folgen ganz übel.
Wo?
Im magen.
Geduld - das gibt sich wieder.
Wie denn.
Lüge ihnen einfach was vor - zum beispiel dass du die schule liebts deine lehrer achtest deine mitschüler magst jedes gebot befolgst – die menschenrechte - und sonntags absolut gerne in die kirche gehst.
Und was noch?
Erzähle ihnen von der brutalisierung der gesellschaft - und was du in der schule darüber gelernt hast - um ein guter mensch zu werden.
Und dass du unter allen umständen gut sein willst - das hören sie so gerne. Lüge ihnen immer und bei jeder gelegenheit was vor - und wenn es mal kritisch wird gib ihnen dein ehrenwort - das brauchen die - es ist ihre politik ihre art von leben liebe und ehrlichkeit.
Das soll ich ...
Ja - tu das!
Und sage nie dass deine lehrer dich prügeln priester dich bedrängen deine familie dich verachtet - denn die werden dir nicht glauben das deine schlechten schulnoten darin ihren ursprung haben.
Wirklich?
Und das du nachdem du beim rauchen auf dem klo erwischt wurdest einem von ihnen zu willen sei musstest - das sag unter keinen umständen.
Nichts von rektal?
Nein - sag es nie.
Niemandem?
Nein - und auch nichts von deinem sonstigen beschissenen status - dem in der gruppe auf dem schulhof oder von gewalterfahrung durch deine mitschüler. Vom abziehen deiner markenklamotten dem handy und das du jerry immer abschreiben lassen musst weil der dich sonst ...
Was sonst.
Stell dich nicht blöd - dass weißt du doch selber.
Ich?
Ja du.
Oder warum hast du neulich am bahnhof von dem jugo die handgranate gekauft?
Ja - habe ich - aber doch nur um mich zu schützen.
Und hilft’s?
Ja - es macht stark - und fette träume.
Na siehst du!

*
Als ob die rotzigen Blicke der Motherfucker nicht genug sind, grinsen manche von denen auch noch über meine Sprache, - so wie der Typ auf dem U-Bahnhof in Tegel, als ich ihn höflich und nur mal so zum Test frage, wie ich mit der Bahn nach Neukölln kommen kann.

‘Du nix deutsch, Alta?', lästert der Nigger, und steckt sich eine an, obwohl hier Rauchen verboten ist.
‘Pass auf, du Plumssack, dass ich dir nicht deine lange Nille abschneide!' Doch dann lasse ich das, weil ich den Zug kommen höre -, vergrößere ihm stattdessen in bester Pulpfictionmanier mit zwei raschen Schnitten meines Butterfly beide Nasenlöcher.

‘Steht dir besser als zuvor, das Teil', sage ich, als er sich die blutende Gurke hält und vor Schmerzen schreit, ‘und besser Luft bekommst du jetzt auch.' Doch der hört nicht, kreischt wie irre, weint, rotzt Blut... Ey, Mann -, das ist ja echt ein Tier!
‘Du, hör mal - Fotze, lass das Jaulen -, dein schleimiger Schwanz ist ja noch dran...', berate ich die Memme durch die offene Wagontür, - bis zum Glück für ihn mein Zug abfährt, denn sonst wäre ich noch mal raus um ihm mein persönliches Zorrozett über die Stirn zu zwiebeln.

Klar, Alter, - und er wäre ja längst nicht der einzige Kanake, der somit verschönt im Großraum Berlin damit rumeiert; frag mal den Friedhofsluden und seine tausend beschissenen Brüder.


Tagebuch Amok Eintrag 5. - führers geburtstag

Ihr denkt echt ich habe es geplant.
Ja!
Nein - überhaupt nicht.
Ihr habt...
Es begann mit diesem zeug zwischen meiner mutter und meinem vater.
Das die sich beim sex mit der kamera filmten.
Dazu fünf filme mit dem schleimer von onkel mit drauf.
Mutter oben vater unten onkel von hinten.
Vater von hinten mutter oben ...
Wird mir ganz schlecht bei.
Und - son scheiß kann man noch so gut verstecken.
Ich finde. Schließlich habe ich nächtelang gehört was lief.
Oder denkt ihr ich bin taub blöd impotent.
Nachher eure entschuldigungen und geldgeschenke.
Nee - sorry und goodbye ey.
Aber wenn ihr nur einmal die richtigen antworten auf meine fragen gehabt hättet...
Das wär’s gewesen.
Und warum nun ausgerechnet ich schuld sein soll - weil mutter sich umgebracht hat.
Echt - ihr hätte diese scheiß filme eben nicht rum liegen lassen sollen.
Dann wären die auch nicht ins world- web gekommen.
Wie bomben - sagst du - vater - haben die eingeschlagen.
Klar – bei mir auch.
Aber ich habe nichts geplant - wie ihr.
Und dieser scheiß typ von onkel ist mir auch egal.
Wären es nicht die bremsen an seiner karre gewesen.
Es wäre mir was anderes eingefallen.
Eventuell hätte ich ein flugzeug abstürzen lassen.
Direkt über der innenstadt – aufs haus wo der wohnt.
Fakt ist – er hat den löffel an einer pappel abgegeben.
Und ich habe mir von der geklauten kohle ein paar klamotten gekauft.
Finde ich mehr als gerecht.
Auf den langen schwarzen mantel bin ich besonders stolz.
Kann man gut ne schrotflinte drunter verstecken
Bin zum friedhof mit dem teil – mutter ein paar blumen bringen.
Ich - natural born killer – habe ich mutter gesagt.
Du warst das mit dem onkel - tat sie überrascht.
Da hatte ich gerade in paar tauben aus der tanne gegenüber geschossen.
Hat dir vater nichts davon gesagt?
Kein wort!
Nichts von meiner liste?
Nein! – ich kenne keine liste.
Ok – ok, ist auch besser so ...
Nun sag schon!
Nein - ich übe jetzt noch ein bisschen für übermorgen.
Was ist denn nun schon wieder übermorgen - junge?
20ter april - hitlers geburtstag.

*
‘Man lästert nicht über das Unglück und das Aussehen anderer', höre ich Mutter, ‘eventuell haben diese Leute durch dich Schwester oder Bruder verloren.'
‘Und wenn ich seine Eltern gleich mit abgeschwitzt hätte, Mutter, Tote können nicht sprechen', sag ich - und weiß schon in dem Moment, dass es unlogisch ist.
‘...ja, warum bist du denn überhaupt hier?', schreien mich darauf auch gleich die sechsundfünfzig Pisser aus ihren Kisten heraus an.
‘Warum wohl, ihr Vollidioten', brüll ich zurück, ‘genau deshalb, weil ich euch unter die Erde gebracht habe... und das ist gut so, sag ich, wie einst der ehemaligen Bürgermeister, dieses schwule Arschloch, der schließlich an allem Mitschuld hat.'


Tagebuch Amok Eintrag 6. - für Laja

Laja geht ne klasse vor mir.
Mein blonder sonnenschein - nennt der geschichtslehrer sie ...
Hab ich gehört.
Das war sie für mich bis zu dem tag als ich sie auf dem klo fand auch.

Weinend saß sie da - blutend an armen und beinen.
Warum tust du das.
Nur so - ihre antwort.
Während ich das dritte tempo verbrauchte.
Lass doch.
Nein – und gib mir mal die klinge.
Was willst du damit?
Ins klo...
Nicht dass du dich schneidest.
Ich nicht - und du?
Ich weiß nicht.
Was weißt du nicht?
Es ist wegen dem geschichtslehrer.
Was macht der.
Fotos von mir.
Und was sonst.
... mit paul zusammen.
Das ist doch der große junge aus der 12ten.
Ja.
Warum der?
Er ist da.
Und die bilder.
Stehen in face– book.
Und ... da ist alles zu sehen?
Unsere köpfe nicht.
Sonst?
Alles.
Hast du noch ne klinge?
Lass uns lieber ne kippe wegdrücken.
Unterarme?
Ja – ne voll fette idee.
Und heute abend holen wir uns den pauker.
Geht nicht – der ist mein alter ...
Ey - ich glaub - ich spinne!

*
Aber hallo - kannst du dich noch erinnern, was die Fotze anlässlich der Wiedereröffnung der Schule nach der Asbestsanierung sagte?
’Diese Schule war in der Weimarer Zeit vermutlich das bedeutendste Zentrum sozialdemokratischer Schulreform. Hier sollte das Kind als eigenständige Persönlichkeit im Mittelpunkt der Erziehung stehen...’

Wochen später hörte sich das dann so an.
’Die Polizei- Einsätze hier in der Schule können keine Dauerlösung sein. Es besteht Diskussionsbedarf.’
...echt, ich muss heute noch abkotzen.

‘Ach, Junge', höre ich Mutter, ‘hast du denn seit 2006 nichts gelernt?'
‘Was? Wo denn? Da, wo ich bin?'
(...)
‘ ...weißt du, was die mit einem in der Psychiatrie machen? Die hauen dich mit Drogen voll, bis dir der Sack platzt. Und nicht nur das, - die Birne quatschen sie dir dermaßen voll, dass du nicht mehr weißt, wer du bist. Und das ist deren Scheißtrick: Ohr abkauen bis zum geht nicht mehr... Und auch deshalb stehe ich jetzt so angefickt hier, echt, Alte, - mein Leben hat sich so was von ausgeschissen!'

‘Sei doch nicht gleich wieder so aufgebracht -, an uns denkst du wohl gar nicht, Junge, was? Uns hast du damals nämlich gleich mit umgebracht...'
‘Erzähl nicht son Quatsch', sag ich, - ‘du hast dich fast so gut wie freiwillig vor die U-Bahn geworfen, und Papa hat sich mit Lust und Laune tot gesoffen. Und das alles wegen dieser verlausten Kanakenbrut... Glaub mir, hätten die Penner von
Psychoheinis mich nicht weggesperrt, wäre das nie passiert!'


Tagebuch Amok Eintrag 7. - opa im krieg

Weil krieg immer ist.
Sagt großvater.
Der liegt in einem vollgepissten bett in einem vollgepissten zimmer
Jedenfalls riecht es so.
Genau wie dieses städtische altenheim aussieht.
Kotz ...
Und so sieht er auch aus.
Immer wenn ich ihn besuche.
Einmal die woche – was?
Nee – nur alle 14 tage.
Liegt er in seiner eigenen scheiße.
Sagt er.
Weil die hier keine zeit haben die scheiße wegzumachen - sagt er.
Ihn andererseits - die hier - auch nicht aufs klo bringen - oder zumindest den schieber ...
Tobt er – und wenn er tobt wackelt sein körper wie im fieber.
Wie bei seinem bettnachbarn erich - und so laut das die gebisse im wasserglas klappern. Und ihre lippen flusig werden.
Dahinter kommen dann grün gelb blasen raus - und es riecht nach phosphor.
Bring mir die luger mit junge – befiehlt er.
Das alte ding?
Ja.
Was willst du denn damit?
... die idioten hier alle machen.
Nächstes mal – opa – sag ich dann immer.
Doch ich bringe die auch nächstes mal nicht mit.
Denn ich weiß ja jetzt schon dass er keinen trifft – egal wohin er zielt.
Das muss ich dann schon selber machen – wie damals auf dem schützenfest als er den bären haben wollte. Der jetzt auf seinem kopfkissen liegt und dem ein ohr fehlt - und der ganz grau um die schnauze ist.
Grau wie opa überall ist.
So ist es wenn man stirbt – junge.
Warte noch ein bisschen damit opa - tröste ich - es wird alles wieder gut.
Nichts wird im krieg gut - brüllt er - siehst du doch am bären!
Niemand kümmert sich um ein abgeschossenes ohr – keiner kümmert sich um irgendetwas hier – und das war schon so als es noch einen kaiser gab – mit nem bart mit nem langen bart singt er.
Kaum gebrüllt und gesungen kommen zwei pfleger und stellen ihn ruhig indem sie ihm eine spritze in den po verpassen - wie sie sagen.
Wobei opa ganz laut einen fahren lässt und schweinische sachen wie arschlöcher und so weiter sagt.
Dann fesseln sie seine arme ans bett – obwohl der furz eindeutig hinten raus kam.
Wissen wir - sagen die - junge - als ich deswegen nachfrage.
Und ich muss gehen - weil opa schlafen soll.
Sagen die.
Doch wer kann schon den krieg verschlafen.
Ich nicht.
Also werde ich wiederkommen - wenn es soweit ist - und für meinen opa kämpfen - und die pfleger fragen was sie mit opa gemacht haben.
Denn vor einem monat ist er gestorben - und eine alte frau sagte an seinem grab es sei eine schande wie sie opa im heim behandelt hätten...
Doch nicht mehr lange - opa - dann wird - wie im krieg - wieder richtig gestorben.
Das verspreche ich.
Dann rummst sand auf die holzkiste - und ich werfe opa den bären nach.
Den wollte sowieso keiner haben.
Muss am fehlenden ohr liegen.

*
‘Sie', sagte der Anstaltspsycho zu mir, obwohl ich erst vierzehn war. Sie -, sie haben einen IQ von 125, sagte der, sie hätten wissen müssen was sie taten, und was darauf folgt.
‘So?'
Andererseits sagte der vor Gericht, dass ich eine Art von Autist bin, Asperger Syndrom - und nur in meinem Jetzt lebe, - und mit Mutter.

‘Kennst du den Tassentalk', fragte ich den.
‘Nein, wer oder was ist das?'
‘Du kannst mich immer zwei mal mehr am Arsch lecken ..., wörtlich.'
‘Finden Sie das witzig?'
‘Nein -, aber es trifft.'
... ich sag’s ja, alles komplette Idioten hier ...

‘Ey, sag mal, Mutter, weißt du eigentlich wie oft wir beide dieses Gespräch schon
geführt haben? Nein? OK, dann klär ich dich auf, denn deswegen bin ich ja hier, - es ist nämlich heute ein runder Tag, ein Geburtstag, so- zu- sagen... Und glaube es oder nicht: 2999 mal haben wir !genau! dieses! Gespräch! geführt!'

’Gut, du hast recht, nicht so innig, schließlich trennten uns 31,5 Kilometer -, ja, ich habe es mit dem Zollstock auf dem Stadtplan nachgemessen. Und ich habe mindestens jede 2. Nacht die Entfernung zwischen uns nachgemessen; ich hatte nämlich nichts anderes zu tun. Und wenn du denkst, die Entfernung ist mit den Jahren größer geworden, Irrtum, nein -, nichts da, die blieb gleich, - jede 2. Nacht,
...ist 31,5 Kilometer, seit dem du mich verlassen hast ... So, und heute nun ist es unser 3000 Gespräch über Schuld und Sühne - und so weiter!’

‘Woher ich die Zahl 3000 weiß? Nichts einfacher als das. Ich habe jedes Mal nach unserem Gespräch einen Punkt auf meine Tapete gemalt, - einen kleinen kreisförmigen Punkt mit Buntstiften. Ja, Buntstifte waren das Einzige was ich haben durfte; ich war vierzehn, du erinnerst dich? 14! Und hatte !14 verfickte, bunte BUNTSTIFTE! Und nichts weiter! Und mit jedem Punkt, den ich auf die Tapete malte, wurde das Gebäude kompletter. In allen Details. Du kannst dir denken welches.


Tagebuch Amok Eintrag 8. - ein scharfes schwert

Frau brunner ist die richtige - sagte vater.
Weltgewand offen nett und heiter - sie wird dir helfen dass du versetzt wirst.
Es liegt nicht nur an den schularbeiten und so weiter – war frau brunner sicher.
Du musst deine konflikte lösen wollen.
Also gab sie mir gefühle statt nachhilfe – nannte ihre methode pädagogischen eros.
Und ich genoss.
War mir über das was später massaker genannt wurde zu dieser zeit überhaupt nicht klar.
Denn frau brunner hatte nur ansätze in mir geschaffen – eine ahnung von individueller freiheit – straßen gebaut.
Vor allem wenn wir zusammen gras rauchten.
Eine leidenschaft die sie sich aus ihrer internatszeit bewahrt hatte – als sie noch ein mann war.
... ob ich mal nachsehen wolle.
Hat das denn nicht wehgetan – wollte ich wissen – als wir uns küssten.
Schon – sagte sie – aber im falschen körper zu sein hat mir wesentlich mehr weh getan.
Und sonst so?
Ich kann alles machen was ich will – sagte sie – nur lehrerin in einer schule kann ich nicht sein.
Aber du siehst doch aus wie eine richtige frau.
Willst du mal probieren ob alles an seinem platz ist?
So hat mir das lebensmittel zuneigung geholfen ein für ... akzeptables zeugnis zu erwirtschaften - und meinen traum ...
Enden lassen.
Als in der zeitung über frau brunner stand.
Ein foto zu sehen war wie sie auf dem dach eines hauses stand.
Immerhin zwölf stockwerke – sagte mein vater.
Ich weiß vater – oft waren es aber auch wesentlich mehr.

*
Einer meiner Therapeuten war der Meinung, ich wäre ein Künstler. Nur, der Idiot weiß bis heute nichts von unseren Gesprächen - und dass die Buntstiftskizze die Schule zeigt -, in der die sechsundfünfzig arabischen Säuger starben. Türken auch. Klar ...
Dieser Typ wusste auch nichts davon, dass ich, als ich elf war, von Yussuf auf dem Schulklo über Wochen in den Arsch gefickt wurde -, wusste der nicht ... , so wie ihr es nicht wissen wolltet. War ja auch klar: Yussuf als Machmuts Sohn. Und Machmut als Boss und Pate von Neukölln! Da hat man mächtig Schiss in der Hose, was?'

’Mach uns keinen Ärger, Junge', hast du deswegen zu mir gesagt, als ich weinend nach hause kam, 'wir nehmen das Geld von Machmut, und machen uns einen schönen Urlaub in der Türkei.'
’IN DIE TÜRKEI?! - Ins Land der Eselficker fahren - mit fünftausend Mäusen Schweigegeld?! Nein! NIE!'

Gut, Yussuf hat letztlich mit seinem Leben gelöhnt. Aber das bringt ihn mir auch nicht hoch. So, und jetzt bin ich hier, wo er seit langem ist, - und werde mit einem hohen Strahl auf sein Grab pissen.
... ja, von oben herab pisse ich alle tief in die Hölle -, weißt du.
Aber klar, mach ich das -, denn darauf habe ich mich Jahre gefreut. Zuerst pisse ich über ihn, dann über Aische -; ja, über die auch, - hat sich schon lange ausgeliebt, - dann über Petrak, den verblödeten Russen, den Handlanger fürs Grobe, den Kinderschlitzer, dann über die Bande der Kurden, Araber, Libanesen, Neger - auf die drei vier Gelben, all die anderen Wichser. Ich weiß, es lässt sich mit Pisse nichts endgültig tilgen. Nicht mit Blut und Leben. Mit Rache im Herzen. Ich weiß es seit heute morgen.
‘Woher?'
’Ach Mutter, ich weiß es eben ... Ich wusste es schon, als ich damals von der Tanke den Sprit schleppte.'


Tagebuch Amok Eintrag 9. - ich kill die bagage

Meine akne pickel wären wie krater auf dem mond.
Lachte mich manuela aus.
Die stand in der pause mit ihren fett blöden schwestern immer nahe der turnhalle wo sie eine nach der anderen rauchend giggelnd den blonden andy aus der 12ten anhimmelten.
Doch den brauchte ich nicht mehr einzutragen – der stand schon länger auf meiner liste!
Genau wie manuela und sippe.
Diese ganze bagage von dauer-demütigungen im gut-aussehen wollen.
Ihr kotzig freches gut-riechen - und mit teuren marken-klamotten posieren.
Mit handys aus gold rum-fuchteln - an platin notebooks und bunten iphons schrauben - und all dem anderen zeug das keiner in echt braucht.
Alles dinge die ich nicht ...
Weil ich die nicht haben wollte – redete ich mir vergeblich ein.
Denn ich sehnte mich (eigentlich) um meiner selbstwillen gemocht zu werden - geliebt.
Damals lebte mutter noch.
Doch auch die sagte - so wird das nichts junge.
Wasch dich unten herum - geh zum frisör - schneid dir die finger-nägel - und rasieren könntest du dich auch mal – obwohl ja da wegen deiner eiter-pickel noch nicht viel zu sehen ist.
Und nicht mal als bei mir dieses ominöse magen-bluten festgestellt wurde nahm sie mich in den arm - so wie ich es gerne gehabt hätte.
Danach habe ich den akt mit dem ratten-gift gelassen – auch weil mir die haare davon ausgingen.
Schrieb dafür gedicht auf gedicht an monika - einer faden blonden - von der klaus sagte die hätte noch nie einen weggesteckt und würde deshalb prima zu mir passen.
Gut - sagte ich - klaus - der fall ist notiert.
Fragte der - sag mal was schreibst du da eigentlich wirklich in dein heft?
Zum beispiel jetzt deinen namen - und ansonsten den von den anderen wichsern hier - damit ich niemanden vergesse.
Wieso vergessen?
Weil ich den laden hier mal abfackeln werde!
Ey - du bist ja ein richtiger witzbold heute - lachte der sich scheckig.
Bin ich das?
Ja - und halt mal n moment still - fummelte der mit seinem kotz-handy vor meiner fresse rum - ich werd n bescheuertes foto von dir machen und ins face-netz stellen.
Du bist ja gut drauf - sagte ich – das wird echt früchte tragen wenn du mein bild ins netz stellst und am nächsten tag tot bis - du.
Ey - du bist ja komplett verrückt - quakte der - du blödes loser-schwein - und glotzte in so ner art hundeblick.
Wart nur ab - legte ich nach - wenn es soweit ist wirst du vor angst auf knien vor mir liegen und um gnade winseln.
Du spinner hälst dich wohl für was ganz besonderes - was?
Nicht immer - sagte ich - aber für dich und die anderen bettnässer hier reicht es locker.

*
Wie viel Kanister ich noch brauchen würde, schnappte der Tankwart nach Luft, er müsse den Plastikscheiß sonst nachbestellen.
Es muss reichen..., sagte ich dem.
Wofür?
Für einen Grillabend mit meinen ausländischen Freunden, strahlte ich in an, wie ich noch weiß, und weil er es vor Gericht aussagte - und es in den Akten steht, - die ich schon hunderttausend mal gelesen habe.
Mach keinen Scheiß, Junge, das kann ins Auge gehen, sagte der Tanki.
Ich pass schon auf, sagte ich, - da hatte ich 12 Kanister.


Tagebuch Amok Eintrag 10. - what u see is what u get

So so – sagte ich – du bist also migrant - kartoffelkanone?
Ich bin in deutschland geboren – grinst er.
Ach ja.
Mein vater ist aber vietnamese.
So sieht er auch aus.
Stimmt!
Zu der zeit standen wir beide nebeneinander auf einem podest - um als beste
jugendliche schützen geehrt zu werden.
Ich erster - er zweiter.
Im liegenden und knienden Anschlag ist die Zuhilfenahme eines Gewehrriemens
gestattet - im knienden Anschlag darf außerdem eine Kniendrolle unter den
Spann des Fußes gelegt werden.
Glückwunsch – sagte er – und ich dachte schon er wolle mich küssen - so nahe waren
wir uns.
KK.
Sagte ich
Und was bedeutet kk?
Gustav kunze.
Ja?
...ey - ich glaube ich hab dich schon mal gesehen.
Ich dich auch - sagte er - als du dich auf dem schulhof mit dem glatzköpfigen jungen geprügelt hast.
Kevin - sagte ich - das nazi-mega-arschloch.
Aber sonst bist du doch eigentlich nett.
Nicht immer – sagte ich – und im sagen fiel mir diese unglaubliche leere in mir auf – eine art schwarzes loch - in das ich alles an wut zorn und enttäuschung reingeschüttet hatte - das nun aber fast voll war - das aber in der sekunde hier mit ihm einen abfluss fand - und meine bösen gedanken und taten sanft verstrudeln half.
Ich heiße kim – sagte er – und sah mir direkt in die augen als wolle er mich trösten – oder so.
Und für augenblicke war meine innere auster geknackt.
Die demütigen - verachtungen - meine arroganz und distanz - die durch die hoffnung mit kim ganz normal tv zu gucken cola trinken süßigkeiten naschen und gemeinsam zu lachen gewichen sind.
Ich müsste nicht länger am pc krieg führen üben - töten leichen zerteilen – hätte das problem los das etwas passieren würde was ich nicht wolle.
Ja - mit ihm als freund hätte ich mir die täglichen hinrichtungen sparen können.
Wollen wir freunde sein – fragte er - als würde er was ahnen.
Bf?
Beste freunde?
Ja!
Cu – sagte er beim weggehen/und als er sich umdrehte sah ich ihn breit grinsen.
Du bist ein schlitzohr – rief ich ihm hinterher.
Schlitzauge – brüllte er zurück.
Ich musste lachen – seit wochen mal wieder.

*
Im Heizungsraum der Schule brummelte gemütlich ein Ölbrenner. Ein ganz neues Teil, an einem herrlicher Ort. Ich fühlte mich da immer wohl. Und es konnte mich keiner überraschen, - hatte ich mir doch einen Schlüssel besorgt.
... echt, der Hausmeister war ein Idiot. Für mein geheucheltes Interesse an moderner Technik und einer Flasche Korn hatte der mir den Brennerraum gezeigt, - und danach seinen Schlüsselbund vermisst.

Ich lasse mir heimlich neue machen, sagte der, als die Pulle alle war, und wir die Suche nach den Schlüsseln ergebnislos einstellten.
Der Brenner läuft sowieso wie von alleine, da gucke ich nur alle 4 Wochen nach dem Rechten.
Ja, die Computer gesteuerte Technik ist ein Wunderwerk, sagte ich.
War ja auch teuer genug - und alles für dieses Kanakenpack, war er entrüstet, - du bist ja fast der einzige Deutsche hier.
‘Wir sind drei, sagte ich.
Drei von 286.
Is eben ne kleine Schule, sagte ich - und es wird sich alles richten, sagte ich.
Dein Wort in Gottes Ohr, war er zuversichtlich; - so wie du auch, Mutter, du sagtest das auch immer: Gottes Ohr. Doch der ist taub. Blind. Tot.

Ich meine eher, wir sollten auf seinen Hintern hören, denn eines Tages wird er uns zuscheißen, so wie damals in Thailand mit dem Tsunami ..., oder wie ich es tat, als sein verlängerter Arm gegen die Moslembande, - die immer noch gegen unsere Kirchentüren pisst, unsere Frauen Schlampen nennt - und Gott mit Terror tötet.

‘Versündige dich nicht', tut Mutter bestürzt.
‘Keine Angst, Mutter, ich bete täglich drei Ave Maria, - bin frei von Sünde!'
‘Gut so, Junge!'

‘OK, und jetzt gehen wir Machmut suchen, der hat nämlich seine siebenjährige Haftstrafe wegen Drogenhandel schon nach fünf Jahren wegen guter Führung gefinisht und macht munter weiter. Ich glaub, am leichtesten finden wir die Ratte auf dem Soziamt, denn da besorgt ihm seine Großfamilie das Spritgeld für seinen Kanaksterjeep - und der Arsch kommt immer noch persönlich, um seine versiffte
Truppe abzukassieren; also los, Mutter, mach, - pack deine Lumpen zusammen!'

„Zum Abschied noch eins, Zappa, Sie müssen heute - bis spätestens einundzwanzig Uhr - wieder hier an der Pforte stehen, sonst ist es mit dem nächsten Tagesausgang Essig“,
hör ich den Therapeuten saften, „ ...und wir fangen wieder von Null an.
Haben Sie mich verstanden?“
„Aber klaro doch, lieber Doktor“, antworte ich, „der liebe Zappa hat doch in den neun Jahren seine Lektion gelernt, dass können Sie glauben!“

... ey, Mann, geil, Alter, gleich ist’s so weit, nach neun Jahren Klapse werd ich mal wieder durch den Kiez laufen, - die Kanaken müssen sich echt warm anziehen ...

‚Und nun du, Mutter ...’
’Nein, ich bleibe hier!’
’Ey, ob du mitkommst oder nicht, Alte ... du bist dabei. Schließlich ziehe ich auch für dich in die Schlacht. In einen Krieg, den ich letztlich von euch geerbt habe, denn ihr habt die Brut damals ins Land geholt die uns jetzt bestimmt und Moscheen in Hochhausgröße baut, um von hoch oben mit krächzender Stimme zum letzten Gefecht aufzurufen. Doch sei gewiss, bevor ich mir den Arsch in Fetzen schießen lasse nehme ich noch 'n paar von denen mit.’